Hundert Bücher für Schulleitungen

Die Leseliste der Einmaleins.Schule-Redaktion. Stand September 2026.

Dies ist eine persönliche, aber nicht beliebige Auswahl des Einmaleins.Schule-Redaktors. Sie entstand durch methodische Vermessung der eigenen Arbeit. Gewichtet wurden Werke, die das Nachdenken und Schreiben der Redaktion tatsächlich tragen, ergänzt um bewusst gesetzte Titel. Die Rangfolge widerspiegelt die Bewährung im Gebrauch. Was hier fehlt, kann für andere unverzichtbar sein.
  1. **Bandura, A. (1997). Self-Efficacy. The Exercise of Control. Freeman.** – Das Fundament von fast allem, was in Schulen und im Leben gelingt. Wer sich was zutraut, kommt ins Handeln. Selbstwirksamkeit – individuell ebenso wie im Kollegium – ist eine der stärksten bekannten Stellgrössen, und Führung heisst, Erfahrungen des Gelingens zu organisieren.
  2. **Dubs, R. (2019). Die Führung einer Schule. Leadership und Management. Steiner.** – Das Schweizer Standardwerk zur Schulführung. Von Behörden über Aufsicht bis zur operativen Leitung alles in einem Band, klar und praxisgesättigt. Wer nur ein Führungsbuch liest, liest dieses.
  3. **Rolff, H.-G. (2017). Schulleitung auf den Punkt gebracht. Debus.** – Die kompakteste Synthese dessen, was über Aufgaben, Rollenprofil und Wirkung von Schulleitung bekannt ist – mit der wohltuenden Leitidee, keine perfekte, sondern eine gute Schulleitung zu denken.
  4. **Hattie, J. (2010). Visible Learning. Routledge.** – Die Synthese von über 800 Meta-Analysen, die die Evidenzdebatte begründet hat. Muss man kennen, um mitzureden – auch kritisch.
  5. **Capaul, R., Seitz, H. und Keller, M. (2020). Schulführung und Schulentwicklung. Haupt.** – Das grosse Handbuch auf Basis des St. Galler Management-Modells: theoretisch fundiert, mit eigenem Schulführungsmodell und feinem Gespür für das Zusammenspiel von Kultur, Struktur und Routine.
  6. **Berner, H., Isler, R. und Weidinger, W. (2024). Einfach gut unterrichten. Hep.** – Die aktuelle Didaktik aus der Schweiz. Verbindet zeitgemässe Konzepte mit Praxisnähe und liefert der Schulleitung die gemeinsame Sprache fürs Unterrichtsgespräch.
  7. **Hattie, J. (2023). Visible Learning: The Sequel. Routledge.** – Die Aktualisierung mit über 2100 Meta-Analysen, inklusive Selbstkorrekturen und Antworten auf die Kritik. Wer heute mit Hattie argumentiert, argumentiert mit dem Sequel.
  8. **Zumsteg, B. (2020). Unterricht kompetent planen. Hep.** – Vom didaktischen Denken zum professionellen Handeln: das Planungsinstrument, mit dem sich Unterrichtsbesprechungen und Hospitationen strukturieren lassen.
  9. **Anderegg, N., Knies, A. und Jesacher-Rössler, L. (2023). Leadership for Learning – gemeinsam Schulen lernwirksam gestalten. Hep.** – Der Schweizer Anschluss an die internationale Schulführungsforschung: Führung, die konsequent vom Lernen der Schülerinnen und Schüler aus gedacht wird.
  10. **Berner, H. (2021). Einfach gut lernen. Hep.** – Lernpsychologie in übersetzbarer Form: Selbstwirksamkeit, Selbstregulation, Strategien – das Grundwissen, das der Schulleitung im Dialog mit dem Kollegium geläufig sein muss.
  11. **Senge, P. (2021). Die fünfte Disziplin. Schäffer-Poeschel.** – Der Klassiker der lernenden Organisation. Mentale Modelle, geteilte Visionen, Systemdenken – das Denkgerüst hinter moderner Organisationsentwicklung.
  12. **Steiner, P. und Landwehr, N. (2008). Q2E – Qualität durch Evaluation und Entwicklung (Hefte 1–6). Hep.** – Das Qualitätsmanagement-System, mit dem viele Schweizer Schulen arbeiten. Konzepte, Verfahren und Instrumente von der Selbstevaluation bis zur externen Evaluation.
  13. **Berner, H., Fraefel, U. und Zumsteg, B. (Hrsg.) (2018). Didaktisch handeln und denken. Hep.** – Der Grundlagenband zur Balance von angeleitetem und eigenständigem Lernen. Didaktisches Orientierungswissen für pädagogische Führung.
  14. **Lehwald, G. (2017). Motivation trifft Begabung. Hogrefe.** – Förderung entscheidet sich da, wo sich Motivation und Begabung kreuzen. Fundierter Zugang zur Begabungsförderung.
  15. **Hattie, J. und Clarke, S. (2019). Visible Learning. Feedback. Routledge.** – Der wirkmächtigste Stellhebel des Unterrichts, konkret gemacht. Feedback-Ebenen, Fehlerkultur, Praxis.
  16. **Lutz, K. und Thöny, R. (2024). Das Churermodell. Hep.** – Das Schweizer Raum- und Unterrichtskonzept, das Binnendifferenzierung niederschwellig in die Fläche bringt.
  17. **Brückel, F., Guerra, R. und Kuster, R. (2023). Schulentwicklung – gemeinsam unterwegs. Hep.** – Partizipative Schulentwicklung – prozessorientiert, praxisnah, mit der Schulleitung als Gestalterin statt Verwalterin.
  18. **Widmer-Wolf, P. und Pool Maag, S. (2025). Multiprofessionelle Teams stärken. Hep.** – Inklusive Schulen stehen und fallen mit ihren Teams. Impulse für Schulleitungen, die Zusammenarbeit über Professionsgrenzen hinweg zur Führungsaufgabe machen.
  19. **Hinz, A., Jahr, D. und Kruschel, R. (Hrsg.) (2023). Inklusive Bildung und Rechtspopulismus. Beltz Juventa.** – Inklusion unter politischem Druck: Analysen und Handlungsmöglichkeiten für den Moment, in dem die Legitimation inklusiver Schule öffentlich verteidigt werden muss.
  20. **Fischer, C. und Rott, D. (2014). Individuelle Förderung als schulische Herausforderung. Friedrich-Ebert-Stiftung.** – Individuelle Förderung nicht als Einzelkämpfertum, sondern als Systemaufgabe der ganzen Schule. Kompakt und programmatisch.
  21. **Drewes, S. und Seifried, K. (Hrsg.) (2012). Krisen im Schulalltag. Kohlhammer.** – Prävention, Management, Nachsorge. Das Handbuch für die Stunden, in denen Schulleitung am meisten zählt: bevor, während und nachdem etwas passiert.
  22. **Jenni, O. (2021). Die kindliche Entwicklung verstehen. Springer.** – Entwicklungsvielfalt statt Normierungsdruck. Praxiswissen über Phasen und Störungen. Hervorragend, um das Gespräch mit Eltern oder Lehrpersonen zu versachlichen.
  23. **Helmke, A. (2017). Unterrichtsqualität und Lehrerprofessionalität. Klett-Kallmeyer.** – Das Angebot-Nutzungs-Modell und die Werkzeuge, Unterricht zu diagnostizieren, zu evaluieren und zu verbessern; das Scharnier zwischen Standard und Einzelfall.
  24. **Fend, H. (2008). Schule gestalten. VS.** – Rekontextualisierung! Wer Mehrebenen-Steuerung verstehen will, kommt an Fend nicht vorbei.
  25. **Thomann, G. (Hrsg.) (2021). Zwischen Expertise und Führung. Hep.** – Entscheidungen treffen, Laufbahn gestalten, Unerwartetes bewältigen: für neue Schulleitungen im Übergang zwischen Fachperson und Führungskraft.
  26. **Omer, H. und Haller, R. (2020). Raus aus der Ohnmacht. Vandenhoeck und Ruprecht.** – Das Konzept der Neuen Autorität für die Schule: Präsenz, Beziehung und wachsamer Widerstand statt Machtkampf. Ein Führungsmodell für starke Erwachsene.
  27. **Greving, H. und Ondracek, P. (2019). Heilpädagogisches Denken und Handeln. Kohlhammer.** – Nötig, wo Regelschule integrativ arbeitet und die Schulleitung beide Logiken verbinden muss.
  28. **Rolff, H.-G. (2023). Schulentwicklung kompakt. Beltz.** – Das Kondensat der Schulentwicklungslehre vom Meister des Fachs.
  29. **Bruner, J. S. (1996). The Culture of Education. Harvard University Press.** – Pädagogik ist nie unschuldig. Jede Unterrichtspraxis spiegelt implizite Annahmen über Lernende. Bruners Kulturpsychologie legt offen, was Kollegien stillschweigend glauben.
  30. **Hattie, J. und Zierer, K. (2025). 10 Mindframes for Visible Learning. Routledge.** – Haltungen vor Methoden: die zehn Denkrahmen, die wirksame Lehrpersonen auszeichnen – und ein Raster für Personalentwicklung.
  31. **Juul, J. und Jensen, H. (2009). Vom Gehorsam zur Verantwortung. Beltz.** – Der Paradigmenwechsel der Erziehungskultur. Von Disziplin zu Beziehung zu Verantwortung. Grundton für eine zeitgemässe Schulkultur und eine Grundvoraussetzung der Neuen Autorität.
  32. **Horvath, J. C. (2026). The Digital Delusion. Cornerstone Press.** – Was Kinder wirklich zum Lernen brauchen. Das ernüchternde Contra zur Digitalisierungseuphorie und Klassenzimmer-Technologie.
  33. **Fend, H. (2006). Neue Theorie der Schule. VS.** – Was Schule als Institution leistet. Qualifikation, Sozialisation, Selektion, Legitimation – das Theoriegerüst, das Schule im Bildungssystem verortet.
  34. **Hamilton, A., Reeves, D. und Clinton, J. (2022). Building to Impact. Corwin.** – Von der Evidenz zur Umsetzung in vier Schritten: Discover, Design, Deliver, Double-back. Implementations-Playbook der Visible-Learning-Schule.
  35. **Hattie, J., Bustamante, V. und Almarode, J. (2021). Great Teaching by Design. Corwin.** – Von der Absicht zur Umsetzung im Klassenzimmer. Erwartungen, Glaubwürdigkeit und kollektive Wirksamkeit als gestaltbare Grössen.
  36. **Plath, M. (2023). Das Veto-Prinzip. Beltz.** – Wie man Widerspruch institutionalisiert, statt ihn zu fürchten: sieben Säulen gleichwürdiger Pädagogik im asymmetrischen Machtverhältnis. Eine Grundvoraussetzung der Neuen Autorität.
  37. **von Schlippe, A. und Omer, H. (2023). Autorität durch Beziehung. Vandenhoeck und Ruprecht.** – Systemische Vertiefung der Neuen Autorität für Beratung, Erziehung und Institution.
  38. **Strauss, N.-C. (Hrsg.) (2020). Teacher Leadership – Schule gemeinschaftlich führen. Hep.** – Führung ist keine Stelle, sondern eine Praxis; wie Lehrpersonen Führungsverantwortung übernehmen und was Schulleitungen dafür loslassen müssen.
  39. **Böhme, J., Hummrich, M. und Kramer, R.-T. (Hrsg.) (2015). Schulkultur. Theoriebildung im Diskurs. Springer VS.** – Begriffliche Schärfe gegen Kulturgerede: der theoretische Massstab für alle, die «Kultur» sagen. Helspers symbolische Sinnordnung und die Debatte darum.
  40. **Brägger, G. und Rolff, H.-G. (Hrsg.) (2022). Handbuch Lernen mit digitalen Medien. Beltz.** – Chancen digitaler Medien für Binnendifferenzierung und neue Lernkultur. Verschweigt nicht die Risiken.
  41. **Fend, H., Berger, F. und Grob, U. (Hrsg.) (2009). Lebensverläufe, Lebensbewältigung, Lebensglück. VS.** – Die LifE-Studie: was von Schule und Jugend im Lebensverlauf wirklich bleibt. Langzeitperspektive gegen kurzatmige Bildungsdebatten.
  42. **Hattie, J. und Yates, G. (2014). Visible Learning and the Science of How We Learn. Routledge.** – Die Wissenschaft hinter den Effektstärken und das why hinter dem what, verständlich erzählt: Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Selbstbild.
  43. **Juul, J., Høeg, P. und Bertelsen, J. (2012). Miteinander. Beltz.** – Empathie als Bildungsziel: warum Mitgefühl gelernt werden kann und was das für eine Schule des Miteinanders bedeutet.
  44. **Juul, J. (2018). Aus Erziehung wird Beziehung. Herder.** – Authentische Erwachsene, kompetente Kinder: die Kurzformel der Juul’schen Haltung. Hilfreich für jede Elternzusammenarbeit. Eine Grundvoraussetzung der Neuen Autorität.
  45. **Juul, J. (2012). Wem gehören unsere Kinder? Beltz.** – Die Streitschrift zur Frühbetreuung: eine Zumutung im besten Sinn, die zwingt, das Verhältnis von Staat, Eltern und Kind zu klären.
  46. **Piaget, J. (2015). Das moralische Urteil des Kindes. Klett-Cotta.** – Wie Kinder vom autoritären zum demokratischen Regelverständnis finden. Grundlagenlektüre für Klassenrat, Partizipation und Disziplinfragen. Auch eine Grundvoraussetzung für die Neue Autorität.
  47. **Piaget, J. (2015). Das Weltbild des Kindes. Klett-Cotta.** – Wie Vorschulkinder die Welt deuten. Der Klassiker, der lehrt, kindliche Aussagen nicht als Defizite, sondern als Denkform zu verstehen.
  48. **Piaget, J. (2022). Meine Theorie der geistigen Entwicklung. Beltz.** – Einzige Gesamtdarstellung von Piaget selbst zu Assimilation, Akkommodation und Stufenmodell. Absolute Grundlagenliteratur.
  49. **Piaget, J. (2015). Genetische Erkenntnistheorie. Klett-Cotta.** – Erkenntnis als Entwicklung. Das erkenntnistheoretische Fundament für die Konstruktivismus-Rhetorik der Pädagogen.
  50. **Piaget, J. (2015). Psychologie der Intelligenz. Klett-Cotta.** – Denken als verinnerlichtes Handeln: eine Sorbonne-Vorlesungen, die Piagets Intelligenzbegriff erklärt.
  51. **Piaget, J. (2015). Der Strukturalismus. Klett-Cotta.** – Piagets Verortung der eigenen Theorie im genetischen Strukturalismus.
  52. **Piaget, J. (2015). Theologie und Reformpädagogik. Klett-Cotta.** – Der junge Piaget zwischen Religion und Wissenschaft. Aufschlussreich für ein Verständnis der frühen Reformpädagogik.
  53. **Rolff, H.-G. und Thünken, U. (2023). Digital gestütztes Lernen. Beltz.** – Anschauliche Praxisbeispiele von Schulentwicklung mit digitalen Mitteln.
  54. **Rolff, H.-G., Stern, C. und Radnitzky, E. (2022). Implementation auf den Punkt gebracht. Debus.** – Warum Reformen scheitern und wie Umsetzung gelingt. Das fehlende Kapitel der meisten Schulentwicklungspläne.
  55. **Rolff, H.-G. (2023). Komprehensive Bildungsreform. Beltz Juventa.** – Wie ein qualitätsorientiertes Gesamtsystem entstehen könnte. Systemdenken über die Einzelschule hinaus für die ganze Bildungslandschaft.
  56. **Rolff, H.-G. (2019). Schulentwicklung auf den Punkt gebracht. Debus.** – Verbreitung, Wirkung und Kritik einer Erfolgsgeschichte, kompakt verpackt. Eine Bilanz von vierzig Jahren Schulentwicklung plus ein paar wichtige neue Ideen.
  57. **Rolff, H.-G. (Hrsg.) (2015). Handbuch Unterrichtsentwicklung. Beltz.** – Forschungsstand und Konzepte. Das Referenzwerk versammelt massgebliche Stimmen.
  58. **Hallinger, P. und Wang, W.-C. (2015). Assessing Instructional Leadership with the Principal Instructional Management Rating Scale. Springer.** – Instructional Leadership messbar gemacht: das PIMRS-Instrument samt Forschungsbilanz. Für alle, die lernzentrierte Führung nicht nur behaupten wollen.
  59. **Altrichter, H., Posch, P. und Spann, H. (2018). Lehrerinnen und Lehrer erforschen ihren Unterricht. UTB.** – Aktionsforschung als systematische Reflexion der eigenen Praxis. Das Standardwerk, um Unterrichtsentwicklung ins Kollegium zu verlagern.
  60. **Dewey, J. (1938/1997). Experience and Education. Free Press.** – Nicht jede Erfahrung bildet; erst die geprüfte, weitergeführte Erfahrung zählt. Absoluter Klassiker, der Evidenz und Erfahrung versöhnt, bevor sie sich entzünden.
  61. **Franzen, K. (2021). Quellen der Selbstwirksamkeitsüberzeugung von Grundschullehrkräften im Kontext inklusiver Erziehung und Bildung. Springer.** – Woher sollen Lehrpersonen im inklusiven Setting ihr Zutrauen nehmen? Empirische Feinauflösung der Bandura-Quellen für den Schulalltag.
  62. **Miceli, N. (Hrsg.) (2023). Praxisbuch Begabungsfördernde Schulentwicklung. Beltz.** – Wie kommt Begabungsförderung von der Einzelmassnahme in die Schulentwicklung? Praxisnah statt programmatisch.
  63. **Biesta, G. (2010). Good Education in an Age of Measurement. Paradigm.** – Zweck vor Wirksamkeit: Das philosophische Gegengewicht zur Messbarkeitslogik. Pflichtlektüre für Evidenzgläubige.
  64. **Wicki, M. und Törmänen, M. (Hrsg.) (2025). Bildung für alle stärken. Klinkhardt.** – Evidenzbasierte Entwicklung inklusiver Schulen. Das Praxishandbuch, das zeigt, dass Inklusion und Empirie keine Feinde sind.
  65. **Biesta, G. (2017). The Rediscovery of Teaching. Routledge.** – Lehren neu entdeckt nicht als Kontrolle, sondern als Ermöglichung von Subjektwerdung. Eine Auslotung der Grenzen pragmatistischen Denkens.
  66. **Edmondson, A. (2023). Right Kind of Wrong. Atria Books.** – Die Wissenschaft des guten Scheiterns: intelligente Fehlschläge liefern Information, psychologische Sicherheit macht sie aussprechbar. Führungskultur in einem Begriff.
  67. **Fullan, M. (2003). The Moral Imperative of School Leadership. Corwin.** – «You can't mandate what matters»: Schulführung als moralisches Projekt, das über die eigene Schule hinausweist – klein im Umfang, gross in der Wirkung.
  68. **Merkens, H. (2006). Pädagogische Institutionen. VS.** – Pädagogisches Handeln im Spannungsfeld von Individualisierung und Organisation: Diese Spannung ist kein Betriebsunfall, sondern Dauerzustand – wer das weiss, führt gelassener.
  69. **Terhart, E. (Hrsg.) (2014). Die Hattie-Studie in der Diskussion. Klett Kallmeyer.** – Die gebündelte deutschsprachige Methodenkritik an Visible Learning: unverzichtbar für alle, die Effektstärken mündig statt gläubig verwenden wollen.
  70. **Zimmer, R. (2019). Handbuch Psychomotorik. Herder.** – Bewegung als Entwicklungsmedium: das Standardwerk der Disziplin, die konsequent vom einzelnen Kind her denkt – und damit die Schnittstelle zwischen Schule und Therapie erhellt.
  71. **Döbeli Honegger, B. (2017). Mehr als 0 und 1. Hep.** – Der Leitmedienwechsel als Rahmen: Warum Digitalisierung keine Gerätefrage ist, sondern die Schule als Ganzes betrifft – das besonnene Schweizer Grundlagenbuch.
  72. **Asam-van den Boogaart, E. (2022). Kollegiale Beratung an Institutionen der Elementarpädagogik. Waxmann.** – Kollegiale Beratung im pädagogischen Feld empirisch untersucht: Bedingungen, unter denen das Format wirklich trägt.
  73. **Schlee, J. (2019). Kollegiale Beratung und Supervision für pädagogische Berufe. Kohlhammer.** – Hilfe zur Selbsthilfe als Arbeitsbuch: das erprobte Verfahren, mit dem Kollegien ihre Fälle selbst professionell bearbeiten.
  74. **Tietze, K.-O. (2010). Wirkprozesse und personenbezogene Wirkungen von kollegialer Beratung. VS.** – Die Forschungsgrundlage zur kollegialen Beratung: was in den Gruppen tatsächlich wirkt – Evidenz für ein oft nur gut gemeintes Format.
  75. **Tietze, K.-O. (2010). Kollegiale Beratung. Rowohlt.** – Das handliche Praxisbuch zum gleichen Verfahren: Ablauf, Rollen, Methoden – der schnellste Weg, Intervision an einer Schule zu starten.
  76. **Davies, B. und Brundrett, M. (Hrsg.) (2010). Developing Successful Leadership. Springer.** – Wie Führung sich entwickeln lässt: internationale Perspektiven auf Leadership-Entwicklung – Hintergrund für die eigene Laufbahn- und Kaderplanung.
  77. **Lippmann, E. (2013). Intervision. Kollegiales Coaching professionell gestalten. Springer.** – Intervision als Gruppencoaching ohne externe Leitung: das professionelle Setting, das Reflexionskultur institutionalisiert.
  78. **Bush, T. (2011). Theories of Educational Leadership and Management. Sage.** – Landkarte der Führungstheorien im Bildungsbereich. Sechs supernützliche Modelle im Vergleich.
  79. **Hadeler, S. (2015). Fordern und Fördern. Springer.** – Leistungsanforderung und Differenzierung empirisch betrachtet. Eine Studie, die das Begriffspaar aus der Floskel holt und an konkreten Lernumwelten prüft.
  80. **Mertler, C. (2017). Action Research. Improving Schools and Empowering Educators. Sage.** – Die anwendungsnahe Anleitung zur Aktionsforschung: Schulen verbessern, indem die Beteiligten selbst forschen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.
  81. **Riedener Nussbaum, A. und Storch, M. (2018). Ich packs! Selbstmanagement für Jugendliche. Hogrefe.** – Das Zürcher Ressourcen Modell für Jugendliche. Selbstmanagement mit Motto-Zielen, einsetzbar in Beratung, Berufswahl und überfachlicher Förderung.
  82. **Booth, T. und Ainscow, M. (2019). Index für Inklusion. Beltz.** – Das international bewährteste Instrument, um inklusive Schulentwicklung systematisch anzugehen: Kulturen, Strukturen, Praktiken – mit Fragen statt Rezepten.
  83. **Budde, J. (Hrsg.) (2013). Unscharfe Einsätze. Springer.** – Wie Schule Heterogenität nicht nur vorfindet, sondern mitproduziert: der kritische Spiegel für jede Differenzierungspraxis.
  84. **Day, C. (2011). Successful School Leadership. McGraw-Hill.** – Was erfolgreiche Schulleitungen empirisch verbindet: die Verknüpfung von Führung, Lernen und Leistung aus einer der grossen internationalen Studien.
  85. **Deming, W. E. (1986). Out of the Crisis. MIT Press.** – Der Ursprung des modernen Qualitätsdenkens: Systemverantwortung statt Schuldzuweisung, kontinuierliche Verbesserung statt Kontrolle – die Wurzel hinter PDCA und Q2E.
  86. **Eberhard, T. (2023). Aller Eltern Abend. Hep.** – Gute Kommunikation zwischen Schule und Eltern, konkret gemacht: vom gefürchteten Pflichttermin zum Beziehungsinstrument.
  87. **Fangerau, H. et al. (Hrsg.) (2019). Präventive Strategien zur Verhinderung sexuellen Missbrauchs in pädagogischen Einrichtungen. Beltz Juventa.** – Schutzkonzepte als Organisationsaufgabe: Kindeswohl nicht als Appell, sondern als überprüfbares Orientierungsmuster der Institution.
  88. **Göppel, R. und Rauh, B. (Hrsg.) (2016). Inklusion. Kohlhammer.** – Idealistische Forderung, individuelle Förderung, institutionelle Herausforderung: die produktive Dreifachspannung der Inklusion, ehrlich ausgeleuchtet.
  89. **Hedderich, I., Biewer, G., Hollenweger, J. und Markowetz, R. (Hrsg.) (2022). Handbuch Inklusion und Sonderpädagogik. Klinkhardt.** – Das umfassende Nachschlagewerk zum Feld: Begriffe, Befunde und Debatten – der Referenzband für fundierte Inklusionsgespräche.
  90. **Kuster, J. et al. (2022). Handbuch Projektmanagement. Springer.** – Agil, klassisch, hybrid: das Schweizer Standardwerk, das Schulvorhaben vom guten Vorsatz zum geführten Projekt macht.
  91. **Mintzberg, H. (1979). The Structuring of Organizations. Prentice-Hall.** – Die Organisationskonfigurationen, ohne die man Schule nicht versteht: Als Profibürokratie tickt sie anders als jeder Betrieb – und genau deshalb scheitern Betriebsrezepte.
  92. **Raab, G., Gernsheimer, O. und Schindler, M. (2009). Neuromarketing. Gabler.** – Wie Überzeugung im Gehirn funktioniert, wo Wirkung entsteht und Beeinflussung beginnt.
  93. **Resch, K., Lindner, K.-T. et al. (Hrsg.) (2021). Inklusive Schule und Schulentwicklung. Waxmann.** – DACH-Überblick zur inklusiven Personal-, Organisations- und Unterrichtsentwicklung.
  94. **Weigand, G., Fischer, C., Käpnick, F. et al. (Hrsg.) (2020). Leistung macht Schule. Beltz.** – Das grosse Forschungs- und Schulentwicklungsprojekt zur Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler. Begabungsförderung als Systemleistung.
  95. **Ahrens, S. (2017). Das Zettelkasten-Prinzip. BoD.** – Wie aus Notizen Denken wird. Wissensarbeit als Führungskompetenz. (Übrigens die Methode, mit der diese Liste vermessen wurde.)
  96. **Amann, G. (2023). Sexueller Missbrauch an Kindern. Hogrefe.** – Grundlagen, Therapie und Prävention im Überblick. Fachwissen, das die Schulleitung hoffentlich nie braucht – und im Ernstfall sofort.
  97. **Bründel, H., Grewe, N. und Scheithauer, H. (2014). Notfall Schülersuizid. Kohlhammer.** – Risikofaktoren, Prävention, Intervention. Notfallwissen für die dunkelste Krise, die eine Schule treffen kann. Vorher lesen, nicht nachher.
  98. **Burger, J., Klinck, P. und Webber, C. (Hrsg.) (2007). Intelligent Leadership. Springer.** – Denkkonstrukte für Bildungsführung. Der angelsächsische Baustein, der Führung als intellektuelle Praxis ernst nimmt.
  99. **Chowdhary, C. (2023). So… What Does an Outstanding Teacher Do? Routledge.** – Visible Learning in Handlungssprache übersetzt. Ein Werkzeug für Unterrichtsgespräche mit evidenzbasiertem Rückgrat.
  100. **Eichenberg, C. und Auersperg, F. (2018). Chancen und Risiken digitaler Medien für Kinder und Jugendliche. Hogrefe.** – Die psychologische Doppelbilanz des Digitalen, von Cybermobbing bis Körperbild. Präventionswissen für Medienkonzept und Elternarbeit.