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Bildungsbericht Schweiz – Grundkonzept

Bildungsbericht Schweiz – Grundkonzept

Der Bildungsbericht Schweiz ist die zentrale datenbasierte Übersicht über das Schweizer Bildungssystem. Er erscheint im Vierjahres-Rhythmus, herausgegeben von der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF). Stefan C. Wolter ist als Leiter der SKBF Hauptverantwortlicher und Mit-Autor. Der Bericht 2026 ist die fortgesetzte Ausgabe einer Reihe, die seit 2010 erscheint.

Was der Bericht leistet

Der Bildungsbericht ist systematische Bestandesaufnahme des Bildungssystems – von der frühkindlichen Bildung über die Volksschule, die Sekundarstufe II (Berufsbildung und Gymnasium) bis zur Tertiärstufe und Weiterbildung. Er verbindet statistische Daten (Schülerzahlen, Übergangsquoten, Finanzen, Personal) mit Forschungsergebnissen (Wirkungsforschung, internationale Vergleiche) zu einer kohärenten Übersicht.

Methodischer Anspruch

Der Bericht setzt auf drei Bewertungs-Kriterien, an denen Bildungs-Performance gemessen wird – das berühmte Trilemma Wirksamkeit, Effizienz, Chancengerechtigkeit (siehe Wirksamkeit – Effizienz – Chancengerechtigkeit: Das Trilemma). Daten werden nicht bloss präsentiert, sondern an diesen Kriterien gespiegelt.

Wichtig: Der Bericht bewertet nicht im Sinne von «gut» oder «schlecht», sondern ordnet Befunde ein und macht Spannungsfelder sichtbar. Politische Schlussfolgerungen bleiben den Adressat:innen – Bildungsbehörden, Politik, Forschung, Praxis – überlassen.

Adressatenkreis

Der Bericht richtet sich an mehrere Zielgruppen: Bildungspolitik (Bund, Kantone, Gemeinden), Bildungsverwaltung, Forschung und die interessierte Öffentlichkeit. Für Schulleitungen ist er v.a. als Kontext- und Argumentations-Quelle wertvoll (siehe Bildungsbericht als Führungsinstrument der Schulleitung).

Aufbau

Klassisch ist der Bericht nach Bildungsstufen gegliedert (frühkindliche Bildung, obligatorische Schule, Sek II, Tertiär, Weiterbildung), mit Querschnitt-Kapiteln zu bildungsstufenübergreifenden Themen (z.B. Lehrerbildung, digitale Bildung, Bildungskosten). Jedes Kapitel folgt einem ähnlichen Schema: Strukturdaten, Wirksamkeit, Effizienz, Equity.

Verwendung in Schulleitungs-Praxis

Schulleitungen werden den Bericht selten von vorne bis hinten lesen – aber sie sollten ihn als Referenzwerk kennen. Zu konkreten Themen (Übergangsquoten Sek I/Sek II, Anteil Schüler:innen mit Migrationsstatus, Personalsituation Lehrberuf, Belastung Lehrpersonen) liefert er belastbare Zahlen und Forschungsbefunde, die in Argumentationen, Konzepten und Schulprogrammen verwendet werden können.

Verbindungen

Literatur