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Körpererfahrung: Körperschema und Körperbild

Körpererfahrung: Körperschema und Körperbild

Körpererfahrung ist ein Schlüsselbegriff der Psychomotorik: Über handlungsgebundene Erfahrungen baut das Kind ein Bild vom eigenen Körper auf – die leibliche Grundlage seines Selbst. Fischer unterscheidet darin zwei Seiten, Körperschema und Körperbild.

Körperschema und Körperbild

Nach Fischer erfasst der Begriff Körperschema «eher die Struktur und den Prozess der Wahrnehmung des eigenen Körpers» – die räumlich-funktionale, weitgehend automatisierte Repräsentation, die Bewegung steuert. Das Körperbild dagegen «spiegelt … die subjektiv-erlebnismässige Einordnung und Bewertung eben dieser Wahrnehmung wider»: das «erkannte, erlebte und bewertete Bild des eigenen Körpers», in das kognitive und affektiv-emotionale Anteile einfliessen. Das Körperbild ist kein starres Muster, sondern ein «dynamisches und flexibles Bezugssystem».

Warum das zentral ist

Das Körperschema gilt als «Grundvoraussetzung für das Selbstbewusstsein» (Fischer im Anschluss an Kiphard); Körpererfahrungen sind insofern immer auch Selbsterfahrungen (Zimmer: «Körperselbst», Selbstempfinden). Die Körpererfahrung ist damit das Scharnier zwischen der psychomotorischen Trias und dem Selbstkonzept: Wer den eigenen Körper sicher wahrnimmt und positiv bewertet, baut ein tragfähiges Selbstbild auf – ein zentraler Ansatzpunkt psychomotorischer Förderung.

Verbindungen

Literatur