Effektstärke und der «Hinge Point» d = 0.40
Effektstärke und der «Hinge Point» d = 0.40
Hattie misst die Wirkung von Einflussfaktoren auf Lernen in Effektstärken (Cohen’s d). Eine Effektstärke von d = 1.0 entspricht grob einem Schuljahr Lernfortschritt; ==d = 0.4 wäre das durchschnittliche Mass dessen, was Schulbesuch überhaupt bewirkt.== Hattie setzt diesen Wert als «Hinge Point»: Massnahmen mit d ≥ 0.40 wirken «überdurchschnittlich», darunter «unterdurchschnittlich» – im Vergleich zum normalen Schuleffekt.
Die Schwelle ist methodisch umstritten (siehe Kritik), in der Praxis aber nützlich als grobe Orientierung: Massnahmen mit d = 0.10 bringen wenig, solche mit d = 0.70 viel. Wichtig: Effektstärken sind Mittelwerte über viele Studien mit teils sehr unterschiedlichen Kontexten – nicht «Naturkonstanten».
Verbindungen
- Visible Learning – das Grundkonzept – Effektstärke ist Hatties Messmethodik
- Methodische Kritik an Visible Learning – Diskussion zum Hinge Point
- Lernerfolg nach Largo – Largos drei Methodenvorbehalte (Konstrukt-Enge, unanalysierte Überlappungen, Streuungs-Artefakte) als Grundausstattung jeder d-Wert-Diskussion (rein additiver Link).
Literatur
- Hattie, J. (2010). Visible learning. A synthesis of over 800 meta-analyses relating to achievement (Nachdr.). London: Routledge.
Verweise auf diese Seite
- Kollektive Lehrer-Wirksamkeit (CTE) Zettelkasten
- Lernerfolg nach Largo Zettelkasten
- Methodische Kritik an Visible Learning Zettelkasten
- Visible Learning – das Grundkonzept Zettelkasten
- Visible Learning, the sequel – Erweiterungen Zettelkasten