🕸️
Psychomotorische Haltung und Beziehung

Psychomotorische Haltung und Beziehung

In der Psychomotorik – besonders im beziehungsorientierten Ansatz nach Aucouturier – ist die Beziehung zwischen Fachperson und Kind kein blosser Rahmen der Förderung, sondern selbst ein Wirkfaktor. Die professionelle Haltung entscheidet darüber, ob Bewegung zum Entwicklungsraum wird.

Beziehung als Wirkfaktor

Esser (zu Aucouturier) rückt nicht die Diagnose, sondern das Kind «in eine Entwicklungsdynamik» ins Zentrum; es geht darum, dass Kinder «sich selbst wertschätzen und tiefe zwischenmenschliche Beziehungen leben». Die Fachperson begleitet dialogisch, präsent und wertschätzend. Reichenbach beschreibt die Rolle in der handlungsorientierten Förderung entsprechend als «kooperative Beziehung» statt als anweisende Instruktion.

Was die Haltung ausmacht

Kennzeichnend sind die Annahme des Kindes, die Orientierung an seinen Themen statt an seinen Defiziten, sichere Präsenz und das Verstehen des Bewegungshandelns als Ausdruck. Diese Haltung ist die praktische Kehrseite der Ressourcenorientierung und das Bindeglied, das die Trias mit dem konkreten Tun verbindet: Erst in einer tragenden Beziehung wird Bewegung zum Entwicklungsmedium.

Verbindungen

Literatur