Medien und Informatik (Lehrplan 21): Kompetenzen aufbauen

Der Lehrplan 21 beantwortet die Frage nach dem Ort des Digitalen mit einer Doppelkonstruktion: Das Modul «Medien und Informatik» trägt eigene Kompetenzaufbauten für die Bereiche Medien und Informatik, während die Anwendungskompetenzen «überwiegend integriert in den Fachbereichen unterrichtet» werden – der Modullehrplan enthält dafür keinen eigenen Aufbau, sondern eine Übersicht mit Fachbereich-Hinweisen (LP21 TG, Modullehrplan M&I, S. 2). Auf Döbelis Reaktionsskala ist das Stufe 3 – sowohl eigenes Gefäss als auch Fächerintegration (eigene Einordnung; der LP21 selbst nimmt auf die Skala keinen Bezug).

Die drei Bereiche

Module haben ein begrenztes, nicht durchgehendes Zeitbudget; die Stundentafel definiert die Zeitgefässe, die Schulen flexibel einsetzen können (S. 2) – organisatorischer Gestaltungsraum, der Führung braucht.

Gesamtschweizerische Konvergenz

Die Trias ist kein Deutschschweizer Sonderweg: Der Plan d’études romand führt seit 2021 die «éducation numérique» als eigenständige Disziplin mit den drei Bereichen Médias, Science informatique und Usages (Bildungsbericht 2026, S. 37) – strukturell dieselbe Aufteilung. Die LP21-Einführung verlief kantonal gestaffelt (rund ein Viertel der Kantone in allen Zyklen gleichzeitig, die Mehrheit zyklenweise); Einführungs-Evaluationen liegen u. a. aus St. Gallen, Zug und neu Thurgau, Graubünden und Uri vor (S. 36 f.).

Relevanz für die Schulleitung

Verbindungen

Literatur

Döbeli Honegger, B. (2017): Trias, Produkt-/Konzeptwissen, Weiterbildungs-Befund → Leitmedienwechsel nach Döbeli Honegger (Belege nach Kapitel, s. dort).