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Lernzentrierte Führung

Lernzentrierte Führung

Anderegg et al. positionieren lernzentrierte Führung als spezifisches Profil neben anderen etablierten Führungsstilen. Sie unterscheidet sich von transformationaler Führung dadurch, dass nicht primär Vision und Motivation im Zentrum stehen, sondern die konkrete Frage: Wie verbessern wir das Lernen?

Vier Tätigkeitsfelder

Lernzentrierte Führung manifestiert sich in vier Tätigkeiten der Schulleitung. Lernziele klären: Welche Lernergebnisse wollen wir? Was bedeutet «gutes Lernen» an dieser Schule konkret? Lehrqualität entwickeln: Welche Unterrichtsformen funktionieren bei uns wie? Wie lernen Lehrpersonen voneinander? Daten nutzen (siehe Datengestützte Schulentwicklung): Was sagen uns Leistungserhebungen, Schülerfeedback, Unterrichtsbesuche? Lernende Organisation pflegen: Welche Strukturen ermöglichen Reflexion und Lernen der Erwachsenen?

Empirische Verankerung

Lernzentrierte Führung gilt in der internationalen Forschung als der Führungsansatz mit der höchsten Effektstärke auf Schülerleistungen (verglichen mit transformationaler, instruktiver oder transaktionaler Führung). Die Befunde liegen typischerweise um eine Effektstärke von ca. 0.4–0.6.

Anderegg et al. betonen, dass diese Effekte nicht automatisch mit «mehr Unterrichtsbesuche» entstehen, sondern durch substanzielle Gespräche über Lernen, durch Feedbackkultur und durch das eigene Lernen der Schulleitung (vgl. Leadership for Learning – Grundkonzept).

Verbindungen

Literatur