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Qualitätskonzept und mehrjähriger Entwicklungsplan

Qualitätskonzept und mehrjähriger Entwicklungsplan

Zwei zentrale schulische Steuerungs-Dokumente verlangt der Qualitätsrahmen TG: das Qualitätskonzept (statisches Rahmenwerk für das Wie) und der mehrjährige Entwicklungsplan (dynamische Strategie für das Was). Sie sind komplementär – beide werden gebraucht, jedes für sich reicht nicht.

Das Qualitätskonzept

Das Qualitätskonzept beschreibt wie die Schule ihr Qualitätsmanagement betreibt. Auf der Zielstufe verlangt der TG-Rahmen, dass darin geregelt sind:

Damit ist das Qualitätskonzept das Betriebssystem der schulischen Qualitätsarbeit. Es wird selten geändert (alle 4–6 Jahre überprüft), aber es liegt allen anderen Qualitäts-Aktivitäten zugrunde.

Der mehrjährige Entwicklungsplan (MEP)

Der MEP definiert, woran die Schule in den nächsten Jahren arbeitet. Auf der Elementarstufe verlangt der TG-Rahmen, dass:

Auf der Zielstufe sind zusätzlich Umsetzung und Überprüfung schriftlich festgehalten.

Verhältnis der zwei Dokumente

Qualitätskonzept und Mehrjahresplan stehen in funktionalem Verhältnis:

Wer nur ein Qualitätskonzept hat, aber keinen Mehrjahresplan, hat Routinen ohne Richtung. Wer einen Mehrjahresplan, aber kein Qualitätskonzept hat, hat Vorhaben ohne System.

Schwerpunkt-Setzung

Eine zentrale SL-Aufgabe ist die Schwerpunkt-Setzung im Mehrjahresplan. Realistisch sind:

Mehr ist Selbstüberforderung – das Kollegium kann nicht in zehn Themen gleichzeitig substantiell weiterentwickeln. Die Steuergruppe ist die Instanz, die mit der SL die Schwerpunkt-Setzung mitvorbereitet und das Tempo realistisch hält.

Praxis-Falle

Eine wiederkehrende Falle: Die Schule schreibt ambitionierte Pläne, hat aber keine Routine zur Überprüfung. Nach zwei Jahren weiss niemand mehr, wo man steht. Der TG-Rahmen verlangt explizit, dass die Überprüfung vorgesehen ist – mit Indikatoren, Terminen, Verantwortlichkeiten. Das ist die kantonale Schutzvorrichtung gegen «Pläne in der Schublade».

Praktisch heisst das: Jeden Plan-Eintrag mit der Frage versehen: «Woran erkennen wir in einem Jahr, ob das gelungen ist?» Wenn keine Antwort möglich ist, ist die Zielformulierung zu vage – oder das Vorhaben gehört noch nicht in den Plan.

Lebendig halten

Beide Dokumente brauchen periodische Aufmerksamkeit, nicht nur einmaliges Erstellen:

Verbindungen

Literatur