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Rolffs Drei-Wege-Modell der Schulentwicklung

Rolffs Drei-Wege-Modell der Schulentwicklung

Rolff bündelt Schulentwicklung in drei eng verzahnten Wegen: Unterrichtsentwicklung (Qualität und Innovation des Lehrens und Lernens im Klassenzimmer), Personalentwicklung (Kompetenzen, Motivation, Reflexion der Lehrpersonen) und Organisationsentwicklung (Strukturen, Prozesse, Kultur der Schule als Ganzes). Echte Schulentwicklung adressiert immer alle drei Wege – Veränderung in nur einem Bereich verpufft meist.

Das Modell hilft der Schulleitung, Vorhaben einzuordnen und blinde Flecken zu erkennen: Ein neues Förderkonzept (Unterrichtsentwicklung) braucht Fortbildung (Personalentwicklung) und veränderte Stundenpläne oder Teamstrukturen (Organisationsentwicklung), um wirksam zu werden.

==In der 4. Auflage von «Schulentwicklung kompakt» (2023) erweitert Rolff das Modell um eine vierte Dimension: die Entwicklung externer Netzwerke (translokale Vernetzung).== Die einzelne Schule stösst bei komplexen Aufgaben – Inklusion, Digitalisierung, Quartiersarbeit, Übergangsgestaltung – an ihre Grenzen; Innovationen werden zudem oft besser zwischen Schulen vermittelt als innerhalb einer einzelnen. Schulentwicklung umfasst deshalb auch die bewusste Vernetzung mit anderen Schulen, Bildungspartnern, Behörden, Hochschulen und Quartiersakteuren.

Für die Schulleitung bedeutet das eine zusätzliche strategische Frage: Mit wem entwickelt sich diese Schule gemeinsam – und welche Strukturen (Schulverbünde, Bildungslandschaften, kollegiale Hospitationen über Schulgrenzen hinweg, Quartiersschule) verankern diese Vernetzung verbindlich, statt sie dem Zufall zu überlassen?

Verbindungen

Literatur