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Feedback in der Lernforschung – differenziert betrachtet

Feedback in der Lernforschung – differenziert betrachtet

Feedback gehört bei Hattie zu den wirksamsten Einflussfaktoren (d ≈ 0.7 im Mittel), die Streuung der Studien ist jedoch sehr breit. Hattie und Timperley unterscheiden vier Feedback-Ebenen: Aufgabe («Das Ergebnis ist richtig/falsch»), Prozess («So bist du vorgegangen, das hätte besser sein können»), Selbstregulation («Wie überwachst du dein Lernen?») und Person («Du bist klug»). Die ersten drei wirken positiv, die vierte – Lob auf die Person – wirkt eher negativ.

Wichtiger als «mehr Feedback» ist das richtige Feedback zur richtigen Zeit: Lernende brauchen Information darüber, wo sie hinmüssen (Ziel), wo sie stehen (Status), was als nächstes hilft (Strategie). Feedback, das diese drei Fragen nicht beantwortet, hat oft wenig Wirkung – oder ist sogar kontraproduktiv.

Verbindungen

Literatur